Artikel mit dem Tag "Lesetipps"



An diesem Roman ist vieles besonders: das Alter der Autorin, die erzählte Geschichte und die Struktur des Romans. In Kapiteln, die sich abwechseln – die Perspektive der 15jährigen Tochter im Gegensatz zur Perspektive ihres alleinerziehenden Vaters – spiegelt die 1996 in Berlin geborene Autorin Dana Vowinckel die Frage nach Identität, verknüpft mit dem Erleben von heutigem jüdischen Leben einer 15jährigen. Dieser Sommer findet für Margarita im Dreieck Berlin – Chicago – Israel...
Einfühlsam, behutsam, episch, klug und eindringlich. 
Die deutschsprachige Autorin, Jarka Kubsova, die uns schon mit ihrem ersten Roman „Bergland“ begeistert hat, hat einen teils historischen Roman um die letzte in Deutschland als Hexe hingerichtete Frau geschrieben. Die Erzählerin in diesem Roman, Britta Stöver, zieht in der Gegenwart mit ihrer jungen Familie nach Ochsenwerder, wo eine Straße nach Abelke Bleke benannt ist. Britta interessiert sich für deren Geschichte im ausgehenden...

„Vorwürfe sind schlecht formulierte Wünsche.“ Eigentlich hat Jule alles, was sie sich für ihr Leben gewünscht hat. Einen Mann, ein schönes Haus mit großem Garten auf dem Land. Es könnte alles perfekt sein. Doch was passiert, wenn der Wunsch nach Kindern, die das Haus und den Garten mit Leben füllen, nicht erfüllt wird? Wie macht man weiter, wenn man sich als Paar auseinanderlebt und dennoch an seinem alten Leben festhält? Wie lange kann man in seinem schönen Garten sitzen, das...
Die Familie Doyle ist ein britischer Familienclan, wie er im Buche steht, von der Großmutter bis zur Enkelgeneration findet sich hier jedes Gemüt und jeder Charakter. Als die neugierige Tante Emily eine Detektiv-Ausrüstung zum Geburtstag geschenkt bekommt, ahnt noch niemand, dass die quasi sofort in Gebrauch genommen werden könnte: Vier Schafe aus Kate Doyles Herde brechen aus, und als man sie wieder einfangen will, findet man sozusagen nebenbei einen ermordeten Nachbarn. In Mordverdacht...

Im August haben wir Sie abstimmen lassen, über welches Buch Sie bei unserem Lese-Schnack am 12. Oktober mit uns sprechen möchten. Ihre Wahl fiel auf „Vom Mythos des Normalen – Wie unsere Gesellschaft uns krank macht und traumatisiert - Neue Wege zur Heilung“ von Dr. Gabor Maté und dessen Sohn Daniel Maté. Was soll ich sagen? Ich hätte mich um eine über 600-seitige Lektüre nicht gerissen. Umso dankbarer bin ich Ihnen für Ihr Votum. Welch wertvolle Lektüre! In Rezensionen zu diesem...
Wenn in diesem Buch von „Glück“ die Rede ist, sind kleine, tiefe Momente der Zufriedenheit gemeint, die uns lebendig sein lassen und unsere Augen zum Strahlen bringen. „Wie kommt das Glück in den Kopf?“ besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil (verfasst von der Bildungsjournalistin Inge Michels) erzählt die kindertaugliche Geschichte der Grundschulkinder Felix und Feline, die der Frage nachgehen, was Glück bedeutet. Bei ihren Entdeckungen stoßen sie nicht nur auf Glücksbereiter,...

Paris 1911 – der Nabel der Welt. Die Welt im Umbruch und alle sind in Paris. Im Louvre steht die ziemlich unbekannte Mona Lisa und sie wird gestohlen. Dass sie nicht wiedergefunden wird, macht sie bald zum berühmtesten Gemälde der Welt. Atemlos laufen wir mit der französischen Polizei, den Anarchisten und anderen mehr oder weniger Beteiligten durch die Welt und suchen La Gioconda. Hillenbrand gibt uns mit mitreißender Sprache einen Einblick in das Ende der Belle Epoque und zeigt uns auf,...
Wem John le Carré zu ernst und James Bond zu selbstverliebt ist, dem lege ich Mick Herrons Slow Horses Reihe auf den Lesetisch. Britischer Humor und Plots mit Tiefgang. Die ausgemusterte Agententruppe des MI 5 läuft auch im neuesten Teil "Joe Country" zu Höchstleistungen auf, um das Geflecht aus politischen Intrigen und privaten Verwicklungen auf gekonnt unkonventionelle Art zu entwirren.
 Per E-Mail bestellen Zum Buch in unserem Shop Buchtitel: Slow Horses Autor: Mich Herron Verlag:...

Die Geschichte ist angesiedelt auf einer kleinen Insel vor Sardinien und umfasst die Zeit von 1966 bis heute. Das Thema des faszinierenden Romans der 1971 geborenen Fabiano Germana könnte der Wandel der Zeit oder die Tradition des Thunfischfangs sein. Die Geschichte der Insulaner, deren Leben seit Generationen vom Thunfischfang und vom Anbeten der Heiligen geprägt sind, ist grandios erzählt. Der Stil mutet archaisch an und betört. Dennoch ist deutlich spürbar, dass es die Menschen sind,...
Das amerikanische unterirdische Schwimmbad, in dem Alice seit 30 Jahren ihre Bahnen zieht, bekommt allmählich Risse und droht geschlossen zu werden. Ein wunderbares erzählerisches „Wir“ gibt uns im ersten Teil Einblicke in die Perspektiven aller dort regelmäßig Schwimmenden, deren Lebenswirklichkeiten so unterschiedlich sind. Aber alle kennen Alice, die keine eigene Erzählperspektive hat. Denn ihr Gehirn bekommt auch allmählich Risse und droht sich gänzlich zu verschließen. Ihre...

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